Wasp – Tantra

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Wasp – Tantra


Hornissenkönigin Tantra hatte eigentlich ambitionierte Pläne. Sie wollte als Herrscherin des größten Volkes jenseits der Gelbfuß-Galaxie in die Geflügelten Analen eingehen. Deshalb legte sie ihr Primärnest mitten in einem Sternenhaufen an, in dem es von Apisplaneten nur so wimmelte. Zwar verstand sie nicht, wie sich eine so schwächliche Art überhaupt dermaßen erfolgreich in der Galaxie ausbreiten konnte, doch weiter ging ihre Neugier nicht. Schließlich kam es ihr zugute und sorgte für genügend Nahrung für ihre zukünftige Armee. Dankbarerweise gab es auch Wespen und einheimische Hornissen, mit denen ihre Soldatinnen trainieren und etwas Spaß haben konnten. 

Ansonsten würden sie sich so weit weg von ihrer Heimat und den dortigen Konkurrenten doch etwas einsam fühlen. Soweit Hornissen etwas fühlen konnten. Viel war es nicht, doch allein die Tatsache, dass sie im Kampf trotz Verletzung vor lauter Erregung keinerlei Schmerz empfinden und fremde Pheromone sie standhaft oder kampfbereit, und der Geruch im eigenen Zuhause sie freundlich stimmen könnnen, zeigt dass Hornissen empfindende Wesen sind. Und verdammt wütend können sie werden. Nämlich dann, wenn ihnen der Ast mit dem ersten Stock der jungen Königin abgesägt wird. Dann ist für den Angreifer – wie soll ich es ausdrücken – der Ofen aus. Endgültig! 

Deshalb war Tantra gerade ratlos. Was bei einem Insekt, besonders einer Königin, speziell einer jungen aufstrebenden, extra verstörend ist. Manchmal war es Rauch, der eine ähnlichen Zustand bei Ihrer Art auslöste. Doch von Rauch war keine Spur zu finden. Gäbe es die geringste Möglichkeit der Reflektion in ihrem Gehirn, hätte sie sich nun gefragt, wie dieser verdammte Geruch von hunrigen Bienenlarven in ihren Stock gekommen ist. Und warum ihre Hornissen im Stock wie an einem Platz festgezurrt immer schneller mit den Flügeln schlagen?

Oder woher dieser seltsame kleine Käfer mit der brennenden Schere, kam, der sie gerade gezwickt hatte. Warum er überhaupt bis zu ihr vordringen konnte. Doch selbst die Fähigkeit zu denken, hätte sie nun nicht mehr retten können. Dass der kleine Bücherskorpion unbeschadet aus dem Stock fliehen konnte und mit Wasp zusammen schon wieder auf dem Rückweg zu ihrem Planeten war,  bekam sie schon nicht mehr mit. Leblos lag sie da schon neben ihren gerade gelegten Eiern.

Noch bevor sie von ihrem Planeten losgeflogen waren, hatte diesmal Wasp die Idee gehabt, die Königin um drei gerade gelegte Stifte, ganz kurz vorm Larvenstadium zu bitten. Denn deren Pheromone waren es gewesen, die ihnen das ungefährdete Eindringen bei den Feinden ermöglicht hatte. Auf dem Rückflug hatte der kleine Xylo schon den nächsten genialen Einfall. Bis zum nächsten Angriff von Hornissen oder Wespen würden sie Arbeiterbienen zu Hitzeflüglern ausbilden, von denen jeweils zwei Trupps neben dem Eingang der Wache zugeordnet werden. Die entstehende Hitzekugel vor ihren Flügeln würde die Angreifer hoffentlich schnell kampfunfähig machen, so dass die Wächter sie leicht besiegen könnten. Wenn esdennoch zu lange ginge und der Trupp Hitzeflügler selbst überhitzen würde, würde sie der zweite Trupp ablösen. 

Wasp und Xylo waren sehr mit sich zufrieden!

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